LOSS-SF-Fragebogen Zusammenfassung

Wissenstest –
Thema Suizid

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Sie wollen wissen, wie die Bevölkerung diese Fragen beantwortet hat?

Die Wissensfragen, die Sie beantwortet haben, wurden im Jahr 2018 in einer repräsentativen, deutschlandweiten Bevölkerungsbefragung verwendet. In dieser Befragung wurden 2.002 Personen zum Wissen über Suizidalität befragt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Anteil der befragten Personen, die die Aussagen richtig beantwortet haben. Während ein Großteil der Befragten wusste, dass ein Psychiater oder Psychologe helfen kann, jemanden von einem Suizid abzuhalten oder, dass das Suizidrisiko bei depressiv Erkrankten höher ist, wussten nur wenige der Befragten, dass Männer eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Suizid zu sterben als Frauen. Weitere Ergebnisse unserer Bevölkerungsbefragung zu Wissen und Einstellungen zu Suizidalität finden Sie hier.

Tabelle 1. Anteil der richtigen Antworten zu Wissen über Suizid in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung in Deutschland (N=2.002).

Wahre Aussagen über Suizid

Richtig beantwortet

Zu einem Psychiater oder Psychologen zu gehen, kann helfen, jemanden von einem Suizid abzuhalten.

92%

Das Suizidrisiko ist bei depressiv erkrankten Menschen sehr viel höher als in der Allgemeinbevölkerung.

92%

Das Suizidrisiko ist bei Menschen mit einer Krebserkrankung sehr viel höher als in der Allgemeinbevölkerung.

54%

Menschen, die einen Suizid planen, können sich schnell umentscheiden.

50%

Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen Alkoholismus und Suizid.

42%

Männer haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Suizid zu sterben als Frauen.

37%

Das höchste Suizidrisiko haben ältere Männer.

22%

Falsche Aussagen über Suizid

Richtig beantwortet

Menschen, die an Suizid denken, sollten anderen nicht davon erzählen.

86%

Über Suizid zu sprechen, verstärkt immer das Risiko eines Suizids.

83%

Die meisten Menschen, die sich selbst umbringen, sind psychotisch.

65%

Eine suizidale Person wird immer suizidgefährdet bleiben und immer Suizidgedanken hegen.

63%

Jeder, der sich selbst umbringt, wäre von einem Psychiater als depressiv diagnostiziert worden.

60%

Sehr wenige Menschen denken an Suizid.

58%

Alle Menschen, die einen Suizidversuch begehen, planen diesen Versuch im Voraus.

49%

Menschen, die über Suizid reden, bringen sich selten um.

45%

Wo gibt es Informationen zu Hilfsangebote in psychischen Krisen/bei Suizidalität?

Informationen zu Hilfsangeboten finden Sie im Hilfe finden-Bereich auf psychenet unter https://www.psychenet.de/de/hilfe-finden.html

Hier gelangen Sie zurück zu den Informationen auf psychenet zum Thema Suizidalität.   

Verwendete Quellen:

Calear AL, Batterham PJ, Trias A, Christensen H. The Literacy of Suicide Scale – Development, Validation, and Application. Crisis. 2021:1-6.

Ludwig J, Dreier M, Liebherz S, Härter M, von dem Knesebeck O. Suicide literacy and suicide stigma – results of a population survey from Germany. Journal of Mental Health: 2021, DOI: 10.1080/09638237.2021.1875421

Verfasst von:

Julia Ludwig (M.Sc. Gesundheitswissenschaftlerin), Mareike Dreier (Psychologin), Dr. Sarah Liebherz (Psychologische Psychotherapeutin),

Datum der Erstellung: 10.09.21                                     

Datum der letzten inhaltlichen Überarbeitung: 10.09.21

Datum der nächsten inhaltlichen Überarbeitung: 10.09.22

 

LOSS-SF-Fragebogen

Wissenstest –
Thema Suizid

Passwort vergessen

Passwort-
Wiederherstellung

Your password reset link key is missing.
Your password reset link login is missing.

Passwort vergessen? Bitte geben Sie Ihre Mail-Adresse an. Sie erhalten einen Link zur Wiederherstellung.

Captcha-Rechenaufgabe: + =

Impressum

Impressum

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Martinistraße 52
20246 Hamburg
E-Mail: info@uke.de 
Telefon: +49 (0) 40 7410 – 0

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts und eine Gliedkörperschaft der Universität Hamburg. Zuständige Aufsichtsbehörde ist die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG), Hamburger Straße 37, 22083 Hamburg.

Vorstand
Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender
Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin
Joachim Prölß, Direktor für Patienten- und Pflegemanagement 
Marya Verdel, Kaufmännische Direktorin

Umsatzsteueridentifikationsnummer
DE 218618948

Verantwortlich für den Inhalt
Dr. Sarah Liebherz, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin (Arbeitsgruppenleiterin Evidenzbasierte Medizin und psychische Erkrankungen am Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie)
Mareike Dreier, Diplom-Psychologin (Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Evidenzbasierte Medizin und psychische Erkrankungen am Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie)
Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Psychologischer Psychotherapeut und Arzt (Direktor des Instituts und Poliklinik für Medizinische Psychologie)
Dr. Johanna Baumgardt, Sozialwissenschaftlerin (Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Sozialpsychiatrische und partizipative Forschung an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie)
Prof. Dr. Thomas Bock, Psychologischer Psychotherapeut (Arbeitsgruppe Sozialpsychiatrische und partizipative Forschung, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie)
Mitglieder des Vereins Irre Menschlich Hamburg e.V.

Kontakt zur Redaktion
8leben@psychenet.de

Gestaltung und Umsetzung der Homepage
STILWAECHTER GmbH 
Colonnaden 26 
20354 Hamburg
http://stilwaechter.de
info@stilwaechter.de

Das Online-Programm „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid“ wurde im Jahr 2019 erstellt. Die letzte Aktualisierung erfolgte im Dezember 2019.

Regina

Regina ist Jahrgang 1950, Lehrerin und wohnt in Schleswig-Holstein. Sie erzählt von ihrem Suizidversuch, der während des Studiums stattfand. Damit möchte sie zum Weiterleben ermutigen. Sie berichtet von ihrer damaligen Verzweiflung, als ein Partner aus ihr unerklärlichen Gründen die Beziehung aus heiterem Himmel beendete. Sie spricht über die Reaktion der Familie und des Umfelds. Außerdem gibt sie einen Einblick in ihr heutiges Leben.

Susan Brumby

Professor Susan Brumby ist Direktorin des National Centre for Farmer Health und leitet die Umsetzung von innovativen Modellprojekten zur Gesundheitsförderung von australischen Familien, die in der Landwirtschaft tätig sind. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Erforschung der Gesundheit von Landwirten, Schulungen und Trainings zum Thema psychische Gesundheit sowie die Webseite www.farmerhealth.org.au. Susan ist hierbei auch Initiatorin des Gesundheitsförderungsprogramm „Sustainable Farm Families Program“, das seit 2003 Forschungs- und Serviceleistungen für über 2500 Landwirt*innen in Australien erfasst und mittlerweile in ganz Australien und Kanada angewendet wird. Susans Arbeit wurde auf verschiedenen Konferenzen im In- und Ausland vorgestellt und in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Gemeinsam mit Dr. Alison Kennedy hat sie das Online-Programm „The Ripple Effect“ entwickelt, das Suizidalität enttaubuisieren möchte und Hilfemöglichkeiten aufzeigt. Zielgruppe dieses Online-Programms sind männliche Landwirte in Australien. Susan hat das Hamburger Projektteam „8 Leben“ in der Umsetzung des Online-Programms beraten.  

Alison Kennedy

Dr. Alison Kennedy ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Verhaltensforscherin am National Center for Farmer Health der Deakin University. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie die Auswirkungen von Suizid und Unfalltod auf Mitglieder australischer Familien, die in der Landwirtschaft tätig sind. Seit 2010 forscht Alison zu Suizidprävention und zur Verringerung des Suizidstigmas in ländlichen Gebieten Australiens (Online-Programm: „The Ripple Effect“: www.therippleeffect.com.au). Alison widmet sich auch dem Umgang mit seelischen Belastungen speziell von Frauen in ländlichen Gebieten („From Inside the Farm Gate“) und hält regelmäßig Vorträge vor Gemeinden, Gesundheitsfachkräften und Branchenverbänden, unter anderem zur psychischen Gesundheit von Landwirten. Gemeinsam mit Professor Susan Brumby hat Alison das Hamburger Projektteam in der Umsetzung des Online-Programms „8 Leben“ beraten.

Carl Weidner

Carl Weidner ist gebürtiger Niederländer und wohnt in Hamburg. Seit den 90er Jahren macht er Fotografie, Video/Film, Grafik-Design und veranstaltet musikalische Projekte. Etwas Musik macht er auch selbst, wenn Zeit übrig bleibt. Im Projekt „8 Leben“ war Carl für die Technik der Dreharbeiten und für die Nachbearbeitung der Videos zuständig. Für ihn war diese Aufgabe sehr wichtig: „Viele von uns haben direkt oder indirekt Freunde durch Suizid verloren. Ich hoffe, dass viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen von „8 Leben“ in den sehr mutigen Erzählungen der acht Protagonistinnen und Protagonisten Kraft und Unterstützung finden.“

Martin Härter

Prof. Dr. Dr. Martin Härter ist Arzt und Psychologischer Psychotherapeut und seit 2008 der Direktor des Instituts und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Epidemiologie psychischer Störungen bei körperlichen Erkrankungen, Komorbiditätsforschung, chronische Erkrankungen, Depression, Psychoonkologie, Rehabilitationswissenschaft und Versorgungsforschung, Evaluation innovativer Versorgungsformen in der ambulanten und stationären Versorgung, Patientenbeteiligung und Arzt-Patientenkommunikation im Gesundheitswesen sowie der Qualitätsentwicklung in der Versorgung.