Julia Ludwig

Julia Ludwig (30) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizinische Soziologie und war gemeinsam mit Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck an der Entwicklung und Durchführung einer telefonischen Bevölkerungsbefragung beteiligt, welche Wissenslücken und stigmatisierende Einstellungen gegenüber suizidalen Personen in der Gesellschaft deutlich machte. Durch die Telefonumfrage wurden Themen identifiziert, die nun von der Onlineintervention „8 Leben“ angesprochen werden.

Olaf von dem Knesebeck

Prof. Dr. Olaf v.d. Knesebeck (Jg. 1966) ist Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie am UKE. Er war für die Entwicklung und Durchführung der telefonischen Bevölkerungsbefragung  verantwortlich, in der Wissen und Einstellungen zu Suizidalität untersucht wurden. Im Rahmen dieser Befragung wurden Themen identifiziert, die in der Onlineintervention „8 Leben“ angesprochen werden.

Jannis Freuck

Jannis Freuck ist Psychologie-Student (M.Sc.) an der Universität Hamburg und arbeitet als studentische Hilfskraft am Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Mit psychenet.de und 8 Leben setzt er sich für die Verbreitung von Gesundheitsinformationen über das Internet ein. In dem Projekt unterstützt Jannis wo er kann, bei Fragen zur Technik, Fragebogenauswertung und als Stimme für die PMR.

Gebke

Gebke hat in der Arbeitsgruppe als Betroffene von Suizidalität mitgewirkt: Sie hat Texte des Online-Programms „8 Leben“ geprüft und vor der Kamera über ihre Erfahrungen mit Suizidalität gesprochen. Sie hat auch erlebt, wie es ist, wenn es Familie und Freunden sehr schlecht geht. Es ist Gebke wichtig zu sagen: „Manches, das aussichtslos erscheint, kann besser werden. Es kann sich lohnen, sich Hilfe zu holen und dann durchzuhalten bis es besser wird. Wenn ein Arztbesuch oder Beratungsgespräch (psychologisches oder anderes) nicht hilft (oder es schlimmer macht), muss man eben zum nächsten gehen. Notfalls auch zum 10. – das passiert. Wenn der 2. oder 3. Termin hilft, umso besser. Es hilft, wenn ich sage, was ich mir an Hilfe wünsche und wie schnell und dringend ich Hilfe brauche. Und wenn ich das Gefühl habe, nicht verstanden zu werden, liegt es vielleicht nur daran, dass jeder Mensch eben anders denkt. Es lohnt sich das Gleiche noch ein zweites oder drittes Mal zu sagen. Oft kann man Situationen ändern. Wenn man in einer Rolle ist, die einem gar nicht liegt, kann man das ändern, egal ob beruflich oder privat. Wenn man sich geben kann, wie man selber ist, geht es einem auch besser. Man kann gucken, wie man das eigene Leben selber in die Hand nehmen kann, sodass es einem viel besser geht.“

Andre

Andre ist 73 Jahre alt. Vor 20 Jahren hatte er einen schweren Unfall, der sein Leben nachhaltig verändert hat. Vor der Kamera berichtet Andre von seinen Erfahrungen mit Suizidalität. Andre: „Das was weh getan hat, ging nur mich was an.“ Er findet: „Jeder Mensch ist anders und handelt entsprechend seiner Situation!“  

Birgit

Birgit: „Ich bin 52 Jahre alt und arbeite in einem Schulbüro. Mehrere Menschen aus meinem Umfeld haben sich das Leben genommen und ich war selbst mal sehr nah daran, mein Leben zu beenden. Ich sehe den Suizid als eine Möglichkeit, eine aussichtslose, leidvolle Lebenslage zu beenden, sehe aber vor diesem endgültigen Schritt noch viele andere Möglichkeiten, die ich ausschöpfen und ausprobieren kann. Ich erzähle von meinen Erfahrungen, weil ich Menschen, die Krisen erleben, unterstützen möchte, Wege für sich zu finden, am Leben zu bleiben und sich selbst zu akzeptieren. Wichtig ist mir auch, das Thema Suizidalität dadurch ein wenig aus der Tabuzone zu bewegen.“

Johanna Baumgardt

Johanna Baumgardt ist Sozialwissenschaftlerin und forscht seit mehreren Jahren zu unterschiedlichen Themen der sozialpsychiatrischen Versorgungsforschung. In das Projekt „8 Leben“ bringt sie sowohl wissenschaftliche Expertise als auch persönliche Erfahrungen ein, da sie im Alter von 21 Jahren ihren Vater durch Suizid verloren hat. Seither hat sie unterschiedliche Formen der Stigmatisierung von Suizid erlebt. Durch ihre Mitarbeit im Projekt „8 Leben“ möchte sie andere Menschen zu einem unbefangeneren, offeneren und vorbehaltsfreien Umgang mit diesem Thema ermutigen.

Sarah Liebherz

Dr. Sarah Liebherz (39) leitet das Projekt „4E“. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie Ambulanzleitung für den Bereich Verhaltenstherapie am Institut für Psychotherapie des UKE. Als Psychotherapeutin und auch persönlich wünscht sie sich, Menschen neuen Mut & Hoffnung zum Weiterleben vermitteln zu können.

Mareike Dreier

Mareike Dreier ist Diplom-Psychologin und arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf an der Umsetzung des Online-Programms „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid“. Sie wünscht sich einen offenen Umgang mit Suizidalität. „Menschen, die von Suizidalität betroffen sind, sollte mit Mitgefühl begegnet werden. Es gibt Angebote, die in schweren Krisen helfen. In einer Gesellschaft, in der psychische Krisen tabuisiert werden, obwohl sie alltäglich sind, habe ich großen Respekt vor dem Mut der Beteiligten im Projekt, die öffentlich über ihre Erfahrungen mit Suizidalität sprechen und so Menschen Mut machen möchten, sich -auch in Krisenzeiten- anderen anzuvertrauen und mit sich selbst wohlwollend umzugehen.“

Hilfe finden

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finden

Hilfe finden

Wenn Sie in Lebensgefahr sind, rufen Sie bitte sofort den Rettungsdienst: 112

Wenn jemand, den Sie kennen, sich aktuell etwas antun möchte, rufen Sie bitte sofort die Polizei: 110

Ist die Person bereits verletzt, rufen Sie bitte sofort den Rettungsdienst: 112

Wenn Sie sofort Hilfe brauchen, z.B. wenn Sie aktuell Suizidgedanken haben, gibt es Menschen, die Ihnen in dieser Krise helfen können. Sie können sich 24 Stunden am Tag, bundesweit, anonym und kostenlos, an die Telefonseelsorge wenden:

Telefon:
0800 – 111 0 111 oder
0800 – 111 0 222

Web:
www.telefonseelsorge.de

Wenn Sie sofort persönliche Hilfe brauchen und ggf. auch stationär psychiatrisch aufgenommen werden möchten, können Sie jederzeit in die Notaufnahme eines Krankenhauses mit psychiatrischer Abteilung und Ambulanz gehen.

Weitere Informationen, auch zu regionalen Hilfsangeboten in Krisen, finden Sie:

 

 

Hinweis: Keine Information kann das vertrauensvolle Gespräch mit Ärzt*innen oder Psychotherapeut*innen ersetzen. Diese Online-Intervention hat das Ziel, das Wissen zu Suizidalität zu verbessern und Stigmatisierung zu reduzieren. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an dieser Online-Intervention in einer akuten (suizidalen) Krisensituation in keiner Weise eine persönliche Betreuung ersetzt.